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Radolfzell, Amtsgericht »Sicherheit, Brandschutz und Fassadensanierung«

Bild: Hauptansicht

Bild: Ansicht seewärts

Bild: Hofansicht

Bild: Eingangshalle

Bild: Flurhalle OG

Bild: Treppenturm
Fotos:
Wolfram Janzer, Stuttgart
    

 

  

Beschreibung

Das nach dem Münster ehemals größte Gebäude der Radolfzeller Altstadt, westlich des Münsters und südlich des Rathauses gelegen, war Hauptsitz der freien Reichsritterschaften des Hegau, Allgäu und Bodensee. Es besteht aus mehreren Gebäudeteilen unterschiedlicher Baujahre, deren älteste gotische Ursprünge haben. Heute noch in Grundriss und Ansicht erkennbar sind 3 Gebäudeteile. Das »Schellenbergsche« rechteckig an der Straßenecke Seetor/Seestraße, das »Alte Haus« westlich an der Seestraße anschließend und der im Grundriss quadratische, alle anderen Gebäudeteile überragende Treppenturm an der Innenecke der L-förmigen Anlage zum Innenhof gelegen.

Die heutigen Ausmaße sind seit ca. 1575 dokumentiert. Die Zahl 1660, die auf der Eingangsfassade durch die vier weit auseinander liegenden eisernen Maueranker dargestellt wird, ist das Datum der Wiederherstellung des ruinösen Gebäudes nach dem 30-jährigen Krieg. 1750 wurden bauliche Veränderungen an der Raumaufteilung des 2. OG und der Dachkonstruktion durch Johann Caspar Bagnato durchgeführt.

1799 wurde das Haupt- Militärhospital der österreichischen Truppen einquartiert. Durch Mediatisierung fällt das Haus an den Staat. Ab 1872 dient es als Sitz des badischen Amtsgerichts.

Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes ist vor allem durch die Sanierungen in der 50er und 70er Jahren geprägt. Dabei erfolgten in ganz unterschiedlicher Weise Eingriffe am inneren und äußeren Erscheinungsbild. Heute finden sich noch zahlreiche historische Ausbauteile im Gebäude, wie Stuckdecken, Bodenplatten aus Sandstein, Türen samt Beschlägen.

Die landesweite Justizreform war Anlass für den Zeitpunkt der jetzigen baulichen Maßnahme, deren Inhalte überwiegend bestimmt waren von der Ertüchtigung der Sicherheitsanforderungen, des Brandschutzes, der technischen Gebäudeausrüstung und der Sanierung der Außenhülle.

»Standesgemäß« gerichtet steht das Gerichtsgebäude nun wieder gut da und kann den vielfältigen Aufgaben der Justizverwaltung auch zukünftig gerecht werden.

 
Projektdaten

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz

Architekt:
Matthias Eck, Radolfzell

Technische Ausrüstung:
Heizung, Lüftung, Sanitär:
Vermögen und Bau, Amt Konstanz

Elektro:
Meyermann, Öhningen

Gesamtbaukosten:
1,19 Mio. €

Bauzeit:
7/2016 - 7/2018


 
 

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