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Neubau Justizvollzugsanstalt Rottweil Esch - Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb

Plan: Visualisierung 1. Preis

Plan: Grundriss 1. Preis

Plan: Organisation 1. Preis

Foto: Modell 1. Preis

Modellfoto: kohler grohe architekten, Stuttgart

  

Beschreibung

Wettbewerb
Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb mit interdisziplinärer Beteiligung von Architekten und Landschaftsarchitekten. 50 Wettbewerbsarbeiten in Phase 1, 20 Wettbewerbsarbeiten in Phase 2. Nachfolgend die 7 prämierten Wettbewerbsarbeiten mit Textausschnitten aus dem Preisgerichtsprotokoll.
 Faltblatt Wettbewerbsergebnis

Aufgabe
Durch eine strukturelle Neuausrichtung der Vollzugslandschaft will das Land Baden-Württemberg die Voraussetzungen für einen wirtschaftlich optimierten Behandlungsvollzug schaffen. Zentraler Bestandteil ist der Bau einer JVA im südlichen Landesteil. In Rottweil soll eine multifunktionale Anstalt des geschlossenen Vollzugs mit 500 Haftplätzen, davon 30 in einem Freigängerheim, zur Unterbringung von männlichen Untersuchungs- und Strafgefangenen entstehen. Hieraus folgen als vorrangige Ziele: Die sichere Unterbringung der Gefangenen und die Gestaltung eines vollzuglichen Umfelds, welches das Ziel der Resozialisierung fördert, indem insbesondere Räumlichkeiten für Therapieangebote, sinnvolle Freizeitgestaltung, Beschäftigung sowie Aus-/Fortbildung vorgehalten werden.

Das Planungsgebiet umfasst eine Gesamtfläche von ca. 18,5 ha, mit einem Höhenunterschied von ca. 23 m in West-Ostrichtung und ca. 15 m in Nord-Südrichtung. Im Norden liegen Neckartalradweg und Ackerflächen. Zu allen anderen Seiten ist das Planungsgebiet von Waldflächen umgeben. Im Osten und Süden bildet der tief eingeschnittene Neckar eine natürliche Landschaftszäsur. Es soll ein Gebäudekomplex entstehen, der sich in das landschaftliche Umfeld einfügt. Die Anstalt ist strukturell so zu gliedern, dass eine sinnvolle Organisation ermöglicht wird. Die geplante Justizvollzugsanstalt soll mit sämtlichen Gebäuden, Außenanlagen, Sicherungsvorrichtungen, Wegen, Zufahrten und Parkplätzen verträglich in den empfindlichen Naturraum eingebunden werden. Dabei sind verschiedene wichtige Blickbeziehungen von der Hochfläche des Eschs bzw. dem bestehenden Neckartalradweg zu berücksichtigen. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Gestaltung der Übergänge zu den Wald- und Ackerflächen, sowie dem Neckartalradweg zu richten. Mit der Architektur soll zum Ausdruck kommen, dass sich der moderne Justizvollzug ganz selbstverständlich in unsere Zivilgesellschaft integriert ohne die umgebenden Nutzungen zu beeinträchtigen.

Raumprogramm ca. 25.000 m² NUF, mit 15 Funktionsbereichen: Torwache, Verwaltung, Besuchsbereich, Kammer/Aufnahme/Transportabteilung/Zugangsabteilung/Wäschesortierung, Seelsorge/Freizeiträume/Schule, Haftabteilungen, Gesundheitsfürsorge/Sonderhaft, Werkstätten, Küche, Cafeteria, Garagen/Werkstatt, Müllsammelräume, Freigängerheim, Sporthalle, Versorgungszentrale.

Projektdaten

Bauherr: Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz
Projektleitung: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz
Vorprüfung/Organisation Wettbewerb: kohler grohe architekten, Stuttgart

1. Preis
Architekt: Obermeyer Planen + Beraten, München
Landschaftsarchitekt: el:ch, München

Pläne
Architekt: Obermeyer Planen + Beraten, München


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